Ein Wochenende mit gemischten Gefühlen

Ein Wochenende mit gemischten Gefühlen

tomekDie TSV-Damen rund um Spielertrainerin Irina Brandstetter mussten an diesem Wochenende leider zwei sehr klare Niederlagen in Meisterschaft und Pokal hinnehmen, obwohl man aber nach beiden Spielen als scheinbar ebenbürtiger Gegner die Halle verließ. Gegen die aktuell sehr stark spielenden Damen des VC Linz/Steg vermochte man klare Punkteführungen in allen Sätzen nicht in einen finalen Erfolg ummünzen. „Es ist schade, wir haben ab Punkt 20 in jedem Durchgang das Volleyball spielen eingestellt, obwohl wir alle wissen, dass man gerade ab dieser magischen Grenze nochmals Gas geben muss, dann ab da geht es immer ans Eingemachte,“ trauert Julia Chuckwuma einem vielleicht möglichem Sieg nach. „Wir wissen was wir falsch machen im Moment. Am Sonntag im Cup gegen SVS Post war die Situation ähnlich. Wir brauchen uns nichts vorzuwerfen, müssen eben ab jetzt versuchen vor allem auch im taktischen Bereich zu arbeiten. Die kurze Weihnachtspause werden wir intensiv nützen um 2009 wieder voll anzugreifen,“ gibt Irina Brandstetter die Marschrichtung fürs neue Jahr vor. Wie bereits erwähnt gab es auch am Sonntag im Cup in Schwechat eine 0:3-Niederlage, bei der man vielleicht dem zukünftigen Cupsieger gegenüberstand. „Es waren im Pokal zwei gute Spiele gegen den absoluten Topfavoriten. In diesem Bewerb brauchst du auch Losglück,“ rückt Libera Kölbl das Cup-Aus ins rechte Licht.

Erwartungsgemäß ins Halbfinale des heurigen Pokalbewerbs eingezogen sind hingegen die TSV-Herren. Gegen VC Brixental gab es am Sonntagnachmittag in Hartberg einen knappen 3:2-Sieg. Bereits durch den Gewinn des zweiten Satzes war der Aufstieg durch das bessere Satzverhältnis aus beiden Begegnungen (Hinspiel 3:0 für Hartberg) fixiert worden, wonach das Spiel nur mehr dahinplätscherte, Brixental aber eine sehr gute Figur machte.

Über die volle Distanz mussten Haring und Co auch am Samstag beim Meisterschaftsspiel gegen Salzburg gehen. Die „Schlacht“ dauerte über zwei Stunden und war durchwegs geprägt von starken Spielzügen und vielen unerzwungenen Eigenfehlern. „Wir lagen 0:2 an Sätzen zurück und mussten bereits Matchbälle abwehren, haben dennoch die Partie drehen können – ich bin der Meinung das das auch etwas sehr positives ist obwohl wir heute nicht wirklich präsent waren,“ so ein dennoch zufriedener Obmann Joe Haring nach dem Spiel. „Wenn man schlecht spielt, aber gegen einen taktisch perfekt eingestellten Gegner so ein Match noch drehen kann, zeigt das auch von Qualität. Wir wissen, dass wir viele dumme Fehler gemacht haben und erst zu kämpfen begannen als uns das Wasser bis zum Hals stand. Wir haben aber Moral bewiesen und können doch einiges aus diesem Spiel für die laufenden Aufgaben in der Meisterschaft mitnehmen, “ spricht Topscorer Tomek Dynkowski klare Worte.

Jetzt gibt es erst ein paar Tage frei über die Feiertage und dann steht ein dichtes Programm für die kurze Vorbereitungsphase fürs neue Jahr an.

Hervorzuheben an diesem Wochenende sind auch die Siege der Zweierteams. Die Mädels um Lisi Riebenbauer boxten den Landesligisten Leibnitz aus dem Steirercup und scheinen gewappnet für einen möglichen Aufstieg in die erste Landesliga.

Die TSV Amateure um (diesmal) Spielertrainer Markus Hollerit setzten in der zweiten Bundesliga ein kräftiges Ausrufzeichen mit dem tollen Sieg über Tabellennachbarn VC Hausmannstätten. „Wir haben endlich gekämpft und nie locker gelassen. Es war ein schöner Sieg einer nicht kompletten Truppe,“ freut sich Hollerit über den zweiten Saisonsieg.

Mit diesen positiven Eindrücken konnten die Mannschaften des TSV Sparkasse Hartberg summa summarum ein sehr erfolgreiches Jahr positiv beenden und freuen sich schon auf die Aufgaben im neuen Kalenderjahr.